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gangs dieſes Kapitels erwähnt wurde, beſuchte Emma ihre Freundin Judith. Beide waren einander ſo nahe ge⸗ rückt, daß ſie keine großen Geheimniſſe mehr zu ver⸗ ſchleiern hatten, mit Ausnahme deſſen, was Judiths tiefſte Seele in Bezug auf Eduard, und Emma’s Herz in Be⸗ zug auf ihren Vater betraf. Sie hatten ſich daher Man⸗ cherlei zu erzählen gehabt, ehe ſie ſich vollſtändig an ein⸗ ander geſchloſſen und jetzt war das Verhältniß ein derar⸗ tiges geworden, daß die eine die Erfahrungen und Ge⸗ danken der anderen beinahe in ihrem vollen Beſitze hatte.
Da das Wetter trotz der vorgerückten herbſtlichen Jahreszeit ſonnig und leidlich warm war, hatten die Freundinnen eine Spazierfahrt unternommen, von der ſie ſo eben heimzukehren im Begriff ſtanden, als ſich das⸗ jenige zutrug, was uns jetzt in unſere Erzählung zurück⸗ führen ſoll. Eduard hatte ſich, ſeinem Verſprechen ge⸗ mäß, vorgenommen, heute Abend das Ermelingſche Haus zu beſuchen. Mit welchen Gefühlen dies geſchah, da er in demſelben die Tochter des einzigen Mannes, der ihm im Leben gleichzeitig am nächſten und am fernſten ſtand, finden ſollte, wollen wir uns nicht weiter auszumalen be⸗ mühen. Genug, er hatte den widerſtreitenden Empfin⸗ dungen ſeines Herzens widerſtanden und durch Unterhal⸗ tung mit Judith den Eindruck, den die Tochter des Prä⸗ ſidenten auf ihn hervorbringen würde, zu ſchwächen be⸗ ſchloſſen. Bevor er jedoch dieſen Beſuch ausführte,
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