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ſetzen vermag, an einer Ordnung und Herkommen bewah⸗ renden Frau vom Hauſe. Seine Tochter, ſein einziges Kind, war ja noch ſo jung, ſie konnte dieſe Lücke noch nicht ausfüllen, und bis ſie herangewachſen und ſelbſt im Stande war, ſeinen Kreiſen als Leitſtern und Mittel⸗ punkt zu dienen, war er, das Familienhaupt, ſchon in abnehmender Kraft männlichen Lebensgenuſſes, war er vielleicht ein vergrämelter, von ſeinem trockenen Berufe frühzeitig abgenutzter alter Herr geworden, dem die Schätze dieſes Daſeins nicht mehr in dem Glanze erſchie⸗ nen, wie ſie ein jüngeres, heftigeres Herz gewünſcht und werthgeſchätzt hätte. Aber die Jahre blieben auch bei dieſer ſeiner einzigen Tochter nicht aus. Emma Ramkau entwickelte ſich ſichtbar, und allmählig war ſie in den Augen des Vaters und der Welt eine Blume geworden, deren Betrachtung ſchon der Aufmerkſamkeit aller Berech⸗ tigten werth ſchien. Außerdem war ſie dem in ſeinem Ehrgeiz und ſeinem Berufe ergrauten Manne die einzige ſprudelnde Quelle innerlicher Glückſeligkeit; ſie war ſeine Stütze, wenn ſein Herz unter ſo vielen mannichfachen, ungeſehenen Erſchütterungen, wie wir ſogleich ſehen wer⸗ den, wanken wollte; ſie war ſein Troſt, wenn er dem Borwurfe eines nie ruhenden Gewiſſens erliegen zu wol⸗ len ſchien. Je mehr ſie wuchs, an Körper und Seele, um ſo inniger verwuchs ſie mit ſeinem früh erſtorbenen, vielleicht gar ſchon todtgeborenen Herzen, und zuletzt, da
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