Teil eines Werkes 
3. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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ſchnell von der Gunſt mächtigen Einfluſſes wie von ſei⸗ nem eigenen erfolgreichen Beſtreben getragen. Wir wiſ⸗ ſen es ſchon, Waldemar Ramkau war nicht allein ein klu⸗ ger, ſondern auch ein fähiger Kopf. Er wußte ſeine glücklichen Außenverhältniſſe nicht nur geſchickt zu be⸗ nutzen, ſondern auch unangetaſtet von den neidiſchen Blicken ſeiner Nebenbuhler, dem Auge der krittlichen Welt zu verdecken. Seine perſönliche Begabung, ſo hieß es allge⸗ mein, würde ihn, wenn auch langſameren Schrittes, den⸗ noch zu dem glänzenden Ziele geführt haben, das er mit Hilfe jenes mächtigen Beiſtandes ſo ſchnell zu erreichen ſo glücklich war. Verſchiedene diplomatiſche Sendungen in patriotiſchen Rechtsangelegenheiten waren von ihm mit dem beſten Erfolge ausgeführt worden, und obgleich ein jeder Andere dieſe eben ſo geſchickt ausgeführt haben würde, wurden ſie von der oberflächlich urtheilenden Menge doch ſeinen Kenntniſſen, ſeinem glatten Benehmen und ſeiner Klugheit allein zugeſchrieben. In weniger Jahren daher, als viele Andere zur Erlangung einer nur mittelmäßigen Stellung bedürfen, hatte er eine der höch⸗ ſten Richterſtellen des Staates erklommen und er war ſein und umſichtig genug, ſich in dieſer Stellung aner⸗ kannt und würdig zu behaupten. In ſeinem funfzigſten Jahre war er Präſident des Kammergerichts und man hätte glauben ſollen, nun ſei der grenzenloſe Ehrgeiz des bereits gealterten Mannes geſättigt geweſen und endlich