Teil eines Werkes 
3. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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keit abtragen wollen, den Du ihm ſchuldig biſt, Eduard?.

Der ſo Angeredete blickte den Freund betroffen in's Geſicht.

Es iſt wahr, ſagte er,ich hätte es thun können, thun müſſen, aber ich weiß nicht, was mich abgehalten hat, und je länger ich dieſen Beſuch auſſchiebe, um ſo ſchwerer wird es mir, das fühle ich. Undankbar aber bin ich deshalb nicht, darin verkennſt Du mich.

Das meine ich auch ſo eigentlich nicht, ich wollte Dich nur ſtacheln, und wie mir ſcheint, iſt es gelungen. Thu mir einen Gefallen, Eduard. Gehe heute Abend zum Bankier. Du findeſt eine gewiſſe Dame daſelbſt, ich weiß es, Judith hat es mir ſelbſt geſagt. Betrachte ſie Dir ſage mir Deine Meinung, und wenn Du willſt, laß auch bei ihr ein vortheilhaftes Wörtchen über Deinen Freund, den Wolfgang Joſephſon fallen.

Eduard antwortete nicht ſogleich. Er trat ſeinen Spaziergang wieder an und ſchien zu überlegen. Jo⸗ ſephſon betrachtete ihn mit Verwunderung, denn ein ſol⸗ ches Schweigen lag ſonſt gar nicht in ſeiner Art. End⸗ lich blieb er vor dem Freunde ſtehen und ſagte ernſt:

Wolf, ſprich aufrichtig zu mir. Iſt es ein feſter ernſter Wille, eine männliche unwiderrufliche Abſicht, was Dich an dieſes Mädchen feſſelt?

Glaubſt Du, daß ich mit meinem eigenen Herzen are