Teil eines Werkes 
3. Theiles 2. Abt. (1852)
Entstehung
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täglichen Umgangs ſehr bedeutend auffiel und um ſo

wunderbarer erſchien, weil ihnen der Schlüſſel zu dieſem Räthſel verborgen und unbekannt blieb. Ueber die heitere jugendliche Stirn unſeres Freundes hatte ſich eine ernſtere, feierlichere Wolkenſchicht gezogen, er war zum Manne ge⸗ reift, ohne daß man die Brücke ſah, über welche er zu dieſer höheren Stufe des Lebens geſchritten war. Der linde Schmerz, den die Handlung ſeines Vormundes, das Andenken an ſeine vortteffliche Mutter und die ſich ihm jetzt von ſelbſt darbietende Aufgabe ſeinem Geiſte verur⸗ ſachte, verlieh ſeinem ganzen Weſen, ſeiner Sprache, ſeiner Bewegung, ſeinem Gedankengange eine bedeut⸗ ſamere Unterlage; er arbeitete innerlich, ohne Reſultat, und man ſah es ihm mehr als früher an, daß dieſe innere Arbeit ſeine Ruhe, ſeine Kraft, ſeine Nächte in Anſpruch nahm. Eines Tages, mehrere Wochen nach dem Schluſſe des vorigen Kapitels, trat Joſephſon bei ihm ein und da er den ſonſt immer thätigen Freund ſcheinbar nichts thuend, ſeinem gewöhnlichen Spaziergang im Zimmer obliegen ſah, und zugleich ſeine ernſtere Stirn, ſein ge⸗ dankenvolleres Auge mit ſeinem klaren Blicke überflog, ſo ſagte er in ſeinem alten ſcherzhaften Tone:

Guten Tag, Eduard! Höre, Freund, Du kommſt

mir ſeit Deiner Reiſe ſeltſam vor, wenigſtens biſt Du

nicht mehr der Alte. Entweder haſt Du im nordiſchen