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„Wornach ich ſehe— ich— nach gar nichts. Ich denke nur daran, daß ich von jetzt an Ihre Tochter nich mehr dutzen darf, ſie iſt doch zu groß geworden.“
„Ei warum nicht gar! Aber wo bleibt denn meine Alte? Sie läßt doch ſonſt nicht auf ſich warten, wenn Sie uns beſuchen— Frau! Minchen! Wo ſteckſt Du?“—
Aber Frau Minna Schwarzkopf wollte nicht erſcheinen. Sie hielt ſich abſichtlich in der nebenan gele⸗ genen Küche, denn ſie wollte vor dem entſcheidenden Au⸗ genblicke, den ſie nur noch mit dem lauteſten Herzklopfen erwarten konnte, den jungen Mann nicht wieder ſprechen, ihn, den ſie, nachdem ſie ihn noch ein Mal recht genau angeſehen, unzweifelhaft für jenen kleinen verlorenen Knaben hielt, und vor dem ſie demnach mit einem Male eine ſo große Scheu empfand, daß ſie ihn, trotz ihrer langen Freude vorher, jetzt, da der Augenblick der Ent⸗ ſcheidung unausbleiblich war, nun beinahe fürchtete, in der reinen Beſorgniß: er könne am Ende doch noch ein Anderer ſein, und ihre ganze Hoffnung dürfe ſich in eine winzige Einbildung auflöſen. Sie kam alſo nicht zum Vorſchein, und erſt als Eduard durch die Gartenthür ging, und ſchon in ſein Haus eintreten wollte, ſchickte ſie Anna nach, welche getreulich die ihr übergebene Beſtellung ausrichtete:„Der Herr Doctor möchte heute Abend nicht gleich zu Bette gehen, wenn die Herren fortgegangen


