Teil eines Werkes 
3. Theiles 1. Abt. (1852)
Entstehung
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ſich nur wenige Paſſagiere auf dem Schiff. Eduard belebte und erfreute das Wort des Steuermanns, eines

kleinen, ſchnellgewandten Mannes, deſſen dunkle, rollende

Augen, unter dichtem krauſem Haare hervorblickend, den Nebel durchdringen zu wollen ſchienen, um das ihm an⸗ vertraute Schiff ſicher führen zu können. Aber die Auf⸗ gabe ſollte eine ſchwierige werden. Schon war man vom Lande einige hundert Schritte entfernt, und befand ſich nun in jener dichten, undurchdringlichen Nebelſchicht, wie ſie häufig im Frühjahr den Niederrhein bedeckt, und die weiter nichts als die nächſte Umgebung auf dem Decke und das an die Seiten des Schiffes anſchlagende, grau⸗ gelbgrünliche Waſſer des mächtigen Stromes erkennen läßt. Der Steuermann ſchüttelte bedenklich den Kopf; er wandte ſeine Blicke rechts, links, vorwärts, rückwärts, um ſich zu orientiren und ſein Fahrwaſſer und die bekann⸗ ten Gegenſtände des Ufers mit ſcharfem Auge zu erfaſſen. Aber nichts war zu ſehen. Er mußte ſich ſeinem Muthe und ſeinem Glücke überlaſſen, und rüſtig handhabte er, wie mit einem durch lange Gewohnheit ſicher gewordenen Spiele beſchäftigt, ſein bewegliches Rad. Eduard ſah ihm ſein Bedenken und das Bewußtſein der übernomme⸗ nen Verantwortlichkeit an dem krampfhaften Arbeiten ſeiner Geſichtsmuskeln an, er nahm den wärmſten Antheil an ſeiner ſchweren Pflichterfüllung, aber er ſtörte ihn nicht. Zwei Schritte vom Rade entfernt ſtehend, ſah er