ſtillen See, die unzähligen Dörfer nnd Höfe hin, bis ihr Auge die weite Ebene erreichte, an deren äußerſtem Hori⸗ zonte die Hauptſtadt lag, aus deren Bereiche Eduard vor Kurzem geſchieden war..„— „Sieh,“ ſagte der Pfarrer in ſeinem en huchem ſanften Tone, und zeigte in die Ferne,„da liegt ſie nun da, die Stadt, die Du vor vier Wochen verlaſſen haſt; vor fünf Jahren lag ſie als dunklerZielpunkt mit allen ihren unbekannten Schätzen vor Deinen Augen, jetzt liegt ſie ſchon wieder hinter Dir, nachdem ſie Dir Alles gege⸗ ben, wonach Dein ſehnendes Herz verlangte, und Du richteſt Deine Blicke abermals in weitere, reichere Ferne. So iſt der Menſch! Wonach er geſtern ſtrebte, das hat er heute, ſobald er es erreicht, vergeſſen, und morgen wird er neue Wünſche hegen.“ „Ich habe nichts vergeſſen, mein Vater, was mir dort lieb, werth und theuer geworden, und nie werde ich es vergeſſen, wenn ich auch künftig noch Größeres erreiche.“ Es erfolgte ein kurzes Stillſchweigen, das nur von einem tiefen Seufzer Louiſens unterbrochen wurde. „Was ſeufzeſt Du?“ fragte Eduard, und wandt ſich leiſe nach der Schweſter um, die, einen Schritt ve ihm entfernt, im weichen Mooſe ſaß ind in träumeri Gedanken verſunken ſchien. „Warum ich ſeufze, Eduard? das will 9 Dir ſage
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