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und Vater kann es hören. Er kennt ja Deine und unſre Geheimniſſe. Du ſprachſt vom Vergeſſen Deſſen, was Du in der Stadt erlebt haſt. Das wäre auch unrecht von Dir, Sage einmal aufrichtig,— es drängt mich wahrhaft, Deine innerſte Meinung zu hören— war Dein Schritt in dem Hauſe des Bankiers— ich meine mit ſeiner Tochter Judith— auch von allen Seiten reiflich überlegt? Fühlteſt Du wirklich keine Neigung für dieſes mir ſo lieblich und ächt weiblich erſcheinende Mädchen?“
„Wie kannſt Du ſo fragen, Louiſe? Wohl habe ich nach reiflicher Ueberlegung gehandelt, und eine Nei⸗ gung fühlte ich gewiß zu Judith, aber was iſt wohl eine reine, freundliche, brüderliche Neigung gegen den Strom, den Drang, die Leidenſchaft einer tiefgefühlten Liebe, wie Raphael für ſie empfand, und wie ich ſie empfinden muß, wenn ich einſt mein Herz für alle Ewigkeit verſchenken will 2u
„Aber welches Mädchen verlangſt Du? Ein ſchö⸗ neres, klügeres, beſſeres, reicheres noch als dieſes?“
Eduard ſann einen Augenblick nach, dann verſetzte er mit ſteigender Wärme:
„Was ich für ein Mädchen verlange, fragſt Du? ₰, ich verlange noch gar keins. Sollte mir aber der MWMunſch einſt entſtehen, ein Weib an meiner Seite zu haben, ſo wollte ich lieber aus dieſem See, aus dieſem Walde ein Kind der lauteren Natur emportauchen ſehen,


