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wir Männer, und fühlen doch, wie weh es thut, wenn Jemand ſcheidet, den wir gern bei uns behalten hätten. Doch höre. Ich hätte Dir am liebſten heute Morgen ſchon mitgetheilt, warum ich. jetzt gekommen bin, allein ſieh, das Ding hier— und er hielt eine lange grünſei⸗ dene Börſe empor— iſt erſt ſpät am Abend fertig ge⸗ worden.“
„Nun, was ſoll das?“
„Was es ſoll? Ein Nothpfennig iſt es, den Du Dir zur Seite, in einen kleinen Kaſten legen ſollſt und ihn bewahren. Es kommt vielleicht eine Zeit, wo Du
ihn brauchen kannſt. Nun, was zögerſt Du? Ziere Dich
nicht, ſieh, ich hab's ja; den anderen Jungen, dem Karl und Felir, habe ich es auch gegeben. Aber ſagen darfſt Du es Niemandem, ich mochte gern, daß dieſe Kleinigkeit unter uns bliebe.“.
Und er hielt dem erſtaunten und tief gerührten Jüngling die Börſe hin, aus welcher ſich der noch nie
vernommene metallene Klang ſich berührender Goldſtücke
hören ließ.
Eduard ergriff, nicht die Börſe, wohl aber die Hand
des menſchenfreundlichen Handwerksmeiſters. Nicht ſo, Junge, die Börſe, die Börſe! Willſt Du
mir die Hand vom Leibe reißen, Du packſt mich ja ent⸗
ſetzlich an.“


