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lieber verleben willſt, benutze zur Heimkehr in Deine Hei⸗ math; zu jeder Zeit werden wir Dich willkommen heißen, wie am erſten Tage Deiner Ankunft. Ein Briefwechſel wird uns, leiblich getrennt, doch geiſtig verbinden. Stoßen Dir Zweifel auf, brennen Dich Sorgen, ſo werde ich ſie löſen und tilgen, denn das iſt ja mein Beruf. Du weißt es.— Freunde haſt Du und findeſt Du— wirf Dich nicht fort an Unwürdige, knüpfe nicht mit dem erſten Beſten brüderliche Bande, die Dich gereuen könnten— wo Du aber das Gute, Edle und Erhabene findeſt, an Mann oder Weib, an Jugend oder Alter, da ſchließe Dich an, preſſe es feſt an Deine Bruſt und hege und pflege es, denn das Gute iſt des Gerechten Eigenthum. Vor weiblichem Umgang mahne ich nicht ab— das Weib ver⸗ edelt und verſittigt den Mann— die vorſichtige Klug⸗ heit, nicht zu früh Bande zu knüpfen, die häufig nach Jahren die drückendſten Feſſeln werden und zwei Jugend⸗ blüthen auf einen Schlag zerſtören, die Deinige und eine fremde, traue ich Dir zu.—
„Und nun noch Eins, ein Wichtiges für den Jüng⸗ ling der heutigen Zeit! Gib wohl Acht und präge Dir's ein. Es iſt das Einzige, wovor ich Dich warne und Gott bitte, daß er Deinen Weg nicht damit beſudele, denn es iſt das Blendendſte, Verführeriſchſte für ein junges ſtrebſames Gemüth, was es gibt. Die Geſchichte der heutigen Tage kann Dir nicht entgangen ſein. Es brauſt


