ein ſchneidender, giftiger Wind durch die Welt, der die Bäume entblättert, die Früchte vergiftet, Altes umſtürzt und Neues hindert Wurzel zu faſſen. Der Menſch ſtürzt mit den Elementen, die er ſich unterthänig gemacht, ſich ſelber und Andere vednichtend, im Fluge dahin. Ein fre⸗ cher, zerſtörender Geiſt— Dämon tauft; ich ihn lieber— rüttelt die beſtehenden Geſetze, die Sitte aus altherge⸗ brachten, durch Gewohnheit und Recht gekitteten Fugen. Er will, an ſich ſelber verzweifelnd, mit verwegenem Ge⸗ lüſte eine neue Welt in Stunden gründen, wozu Gott der Herr Jahrtauſende gebraucht hat. Erkünſtelte Lei⸗ denſchaften— denn die Natur hat ſie nicht geboren— ſuchen Nahrung an dem, was der Menſch früherer Tage als unbrauchbar und ungenießbar bei Seite geworfen hat, wie der Krebs, der rückwärts geht, ſich von Leichen mäſtet. Kein Beſitz iſt ihnen heilig, ſie wollen ihn ſtören, Andere zu verarmen, ſich ſelbſt zu bereichern. Gott wird es nicht dahin kommen laſſen— ſo beten wir Alle— aber die Unruhe iſt da und wir müſſen ſie leider ertragen. Denn wie eine erſtickende, peſtartige Krankheit, aus Wahnſinn geboren, Wahnſinn erzeugend, pflanzt ſich dieſe Leidenſchaft von Völkern zu Völkern fort. Gerade der Jugend will ſich der Verſucher bemächtigen, damit morgen vielleicht gelinge, was heute nicht gelingt. Hüte Dich alſe. Du wirſt ſie ſchreien hören, laut, ſehr laut, und Deine Hilfe werden ſie auch wach rufen wollen; mit
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