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in das Haus eines alten Bekannten einzuführen, den er noch als Erzieher der jungen Grafen vor beinahe zwanzig Jahren kennen gelernt hatte, und der damals ſchon ein vermögender Kaufmann, jetzt aber einer der reichſten Geld⸗ männer der Hauptſtadt war. Auch wollte er die drei anderen jungen Leute in ihrem eigenen Wirkungskreiſe be⸗ ſuchen, ſie, die die Zeit nicht erwarten konnten, ihren Eduard wieder unter ſich zu ſehen und ihrerſeits wieder beſorgten, der ihnen immer überlegene Kamerad ſei, nach jenem ſo ausgezeichnet beſtandenen Examen, jetzt ſchon ein ungeheuerer Gelehrter geworden, der beſſer Lateiniſch und Griechiſch als Deutſch ſpräche.
Und ſo war denn der letzte Tag vor der Abreiſe da. Es war in den letzten Tagen des Monat März.—
8 E ſollte ein frühes Frühjahr werden, die Luft war über⸗
aus klar und mild, und die ſchon mächtig wärmende
Sonne hatte den erwachenden Bäumen und Geſträuchen
ſchon die ſchwellenden Knospen entlockt. Alle Anſtalten zur Reiſe waren getroffen, man ging ſchweigſam im Hauſe umher; die Mädchen verſteckten ihre niedlichen Geſichter, denn ſie waren von mancher heimlich geweinten Thräne geſchwollen. Die Mutter war ſehr betrübt, der Vater in erhobener, aber mühſam zuſammengehaltener Faſſung; der Kantor ließ den Flügel offen ſtehen und vergaß nach den erſten duftenden Frühlingsboten, dem Krokus, Veilchen und der in dieſem Jahre ſo ſchön gedeihenden Hyaeinthe


