Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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nen betrachten, was ich nicht nachmachen kann. Nun, nun, ein Stück Künſtlerſeele ſteckt gewiß in Dir, Du brauchſt darüber nicht zu erröthen.

Ich will nur ein Gelehrter werden, erwiderte der Belobte beſcheiden,an das Künſtlerthum habe ich keinen Anſpruch. Wenigſtens nur innerlich will ich es pflegen,

äußerlich fehlt mir daran das Wichtigſte, das Talent der Ausführung. Ich empfinde es wohl, aber ich kann es nicht darſtellen, und das eben iſt Sache des Künſtlers, daß er darſtellen kann, was er empfindet. Das iſt auch ſchon genug, ſagte der in ſeinem Fache denkende Meiſter,wir ſollten Alle ein Stück Kunſt in uns tragen, das wäre die beſte Waffe gegen alle Un⸗ bill, gegen alle Nüchternheit und Kahlheit der gemeinen, erkältenden Welt. So urtheilte der denkende und befähigte Handwer⸗ ker, und Pfarrer und Schullehrer mußten ihm aus voll⸗ ſtem Herzen ihren Beifall ſchenken, weil ſie dachten und fühlten wie er. So verſchwand auch dies eine letzte Jahr. Und je mehr es ſeinem Ende entgegenging, um ſo raſcher liefen die Tage dahin. Mutter und Schweſtern beeiferten ſich, mit allerlei brauchbaren Gegenſtänden den gemeinſamen Liebling auszuſtatten; es konnte ihrer Neigung und Auf⸗ merkſamkeit nichts entgehen. Dann wurden die neuen Kleider, die feine Wäſche, die tauſend anderen Sachen