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eigen iſt, denen das Talent inne wohnt, aus eigener Schöpfung ihren Gedanken Töne unterzulegen.— Er wurde ein ſogenannter Phantaſieſpieler in der höheren Bedeutung des Wortes, oft von der ſchulmeiſterlichen An⸗ ſicht der Buchſtaben⸗Menſchen verkannt, nur von einem poetiſchen Herzen gewürdigt. Was ihm aber ohne Zwei⸗ fel das größte Vergnügen bereitete, das war ſeine zuneh⸗ mende Fertigkeit im Zeichnen mit dem Blei und im Ma⸗ len mit Waſſerfarben. Auch hierin folgte er wie in allen ſeinen Beſtrebungen dem Fingerzeige der Natur. Er traf meiſterhaft den Charakter einer Landſchaft, eines Baumes, eines friedlichen Häuschens, und ſo kopirte er, zum Verwundern der Freunde, alle benachbarten Oertlich⸗ keiten ſeiner Jugend, das Pfarr⸗ und Schulhaus, den Zimmerhof und die Mühle, worin Felix gewohnt hatte. Den meiſten Beifall, weil er am meiſten begründet, ern⸗ tete er hierin von ſeinem Gönner, dem Zimmermeiſter, der eine wahre Verehrung für den talentvollen jungen Mann zu fühlen begann, wie alle Diejenigen ſie fühlten, in deren Kreis er ſpäter trat, deren Treiben er beobachtete, ſtachelte und auf den rechten Weg wies, der ihm von ſeinem ihm ureigends innewohnenden Genius angedeutet wurde.
„Du hätteſt vielleicht ein Künſtler werden können und ſollen,“ ſagte der Meiſter eines Tages, als er die Skizzen im Pfarrhauſe ſah und bewunderte;„Du zeich⸗ neſt das beſſer als Ernſt und ich, und ich muß mit Stau⸗


