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Ernſt war als Muſter ſeiner Anſtalt vorgeführt worden, hatte das letzte Jahr eine Prämie erhalten, als Zeichner den erſten Platz eingenommen, und ſeine ſonſti⸗ gen techniſchen und mechaniſchen Studien, namentlich in der Mathematik und Phyſik, wurden in gleichem Maße fortgeſchritten angegeben. Sein Vater, der lebensfriſche Meiſter, hatte zum Ueberfluß ſogleich nach Ankunft die⸗ ſes Berichtes ein Geldgeſchenk nach der Hauptſtadt ge⸗ ſandt, womit ſich die Knaben einen guten Tag machen ſollten, wie er ſagte.
Felix durfte, als Jüngſter, natürlich in dieſem lo⸗ benswerthen Bunde nicht fehlen. Sein Kapellmeiſter aber war im Briefſchreiben ein träger Mann, und nur beim letzten perſönlichen Beſuche des Meiſters in der Hauptſtadt hatte Dieſer von Jenem herausgebracht, Felir verriethe ein großes Talent, nur ſeien ſeine körperlichen Kräfte anſcheinend nicht ausreichend, was denn den Mei⸗ ſter zu dem Ausſpruche gebracht hatte, das ſei ſeine Mei⸗ nung gar nicht. Solche Naturen, wie die ſeines Felix, hätten bei allem nervöſen Zimperlichen etwas von der Zähigkeit der Katze an ſich; wenn ſie ein bischen auf den Schwanz getreten würden, miauten ſie freilich vor Schmerz,
es hätte dies aber durchaus nichts zu bedeuten. Das
Geigen ſei eine ſo feine und die Nerven ergreifende Ar⸗ beit, das tauge mgn die Orgel ſolle er ihm verordnen, das ſei geſundmachende Arznei.


