Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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zweifelter Fall. Und dennoch muß ich zu einem Ent⸗ ſchluſſe kommen. Ah bah!“

Und er trat an einen kleinen zierlichen Schrant, der in der Ecke des Zimmers neben ſeinem Lehnſtuhl ſtand, ſchloß ihn auf, nahm eine etwas beſtaubte Flaſche und ein großes Kryſtallglas heraus und goß daſſelbe halb voll von jenem kräftigen, das Blut ſchneller treibenden Süd⸗ wein, deſſen braunrothe Farbe und düſterfunkelnder Glanz uns Nordländern auch als Fremdling ein angenehmer Gefährte iſt. Und wie um ſich zu dem zu faſſenden Ent⸗ ſchluſſe zu ſtärken, und den leichten Froſt zu überwinden, der ſeine abgemagerten Gliedmaßen erſchütterte, ja auch beinahe ſein juriſtiſches, ſchon an ſich ſo kaltes Herz noch mehr erkältete, that er einen kräftigen Zug, ſchmeckte mit Zunge und Lippe, verzog die Miene in jenes auerſüße Schmunzeln eines befähigteren Weinkenners und ſetzte dann gelaſſener ſeinen Gang durch das Zimmer fort.

Und in der That, auch wir müſſen glauben, daß dem vor unſern Augen auf⸗ und abſchreitenden Manne der Entſchluß, den er heute faſſen mußte, ſchwer wurde. Wir werden mit demſelben ſogleih vertrauter werden. Wenn dieſer Mann gewußt hätte, beſtimmt gewußt hätte, was ſeine in dieſem Augenblicke tief ſchlummerndesSeele — nur ſein egoiſtiſcher, grübelnder, ſtrebender Geiſt wachte — in ſchwachen, faſt verſchwimmenden Umriſſen ahnte, er würde eiter anſtatt düſter geweſen ſein, er würde einen

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