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der Werkſtatt ihres Mannes, denn es brannte ihr ihre Wißbegierde, wie ſie es nannte, auf dem Herzen, was die heutigen Vorgänge wohl zu bedeuten hätten.
Der Tiſchlermeiſter Schwarzkopf, ſeit einem Jahre verheirathet, war ein Anfänger in ſeinem Geſchäft, und hielt ſich für jetzt nur einen Lehrling, der eben mit einem Auftrage in die Stadt verſchickt war. Somit traf die junge Frau ihren Mann allein in der Werkſtatt, beſchäf⸗ tigt, mit einem großen Hobel ein kleines Stück Holz zu glätten, bei welcher Verrichtung ſich ein halb ziſchendes, halb rauſchendes Geräuſch hören ließ. Die Frau wollte zu ihrem Manne ſprechen, aber das Geräuſch des zeriſſenen Holzes verſchlang ihre helle Stimme.
„Mann!“ rief ſie lauter,„ſo ſei doch ſtill mit dem Hobel, wenn man mit Dir ſprechen will.„Und dabei faßte ſie etwas kräftig den immer noch raſtlos arbeiten⸗ den Arm.
„Was giebt's ſchon wieder, Minna? Was willſt Du?“ 8
„Ernſt, hör' mich an. Der Bauersmann iſt wie⸗ der da, der vor acht Tagen ſchon hier war und ſo ab⸗ ſcheulich nach Branntwein roch. Jetzt weiß ich, was er von unſerem Herrn will.“
„Da weißt Du mehr, als ich wiſſen mag!“— und der Hobel ſetzte ſich wieder in Bewegung. 3 „Aber 10 bitte Dich, Mann, ſo höre mich doch a


