Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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Auch Frau Schwarzkopf verrichtete, den Knaben ein Viertelſtündchen allein laſſend, ſchnell, wie ſie Alles that, ihre einfachen Küchengeſchäfte. Als ſie damit zu Ende war, kleidete ſie den Knaben wieder zum Ausgehen an, und begab ſich, ſtolz, wie eine junge Frau, die lieber einen fremden Knaben als gar keinen hat, mit ihrem klei⸗ nen Gefährten an der Hand auf den Weihnachtsmarkt. Nach zwölf Uhr war ſie indeſſen wieder zu Hauſe, um ihr Mittageſſen fertig zu machen, während der Knabe, von ſeiner Reiſe und der ſcharfen Morgenluft ermüdet, auf dem braunen Sorgenſtuhl ſüß entſchlummerte. Als Meiſter Schwarzkopf und ſeine Frau ihr einfaches Mahl beendet hatten, erſterer wieder an ſeine Arbeit gegangen und letztere in häuslichen Verrichtungen etwa eine Stunde beſchäftigt war, wobei ſie mit einer Sorgfalt, als wäre es ihre Schuldigkeit, über den Schlaf des Kindes zu wachen, von Zeit zu Zeit einen Blick in das Wohnzimmer warf, hörte man vor der Hausthür es mochte etwa zwei Uhr Nachmittags ſein Jemanden heftig den Schnee von den Füßen ſtampfen. Gleich darauf ward die Thür von Außen geöffnet, und herein trat, in einen ſchönen Marderpelz gehüllt, ein etwas großer und hagerer Mann. Als Frau Schwarzkopf dieſe bekannten Fuß⸗ tritte hörte, kam ſie aus ihrem Stübchen herbei, um, wie

gewöhnlich, den Aſſeſſor Ramkau bei ſeiner MaSinue 3 kunſt zu begrüßen.