„Ich heiße Shmargkoff, mein Söhnchen, Minna Schwarzkopf.“
„Und wer biſt Du?“
„Ich bin eines Tiſchlers Frau.“
„Haſt Du auch Kinder?“
„Nein, mein Sohn, noch nicht.“
„O, das iſt Schade. Ich ſpiele ſo gern mit klei⸗ nen Kindern.— Heute iſt mein Geburtstag,“ fügte er plötzlich aufjauchzend hinzu.
„Dein Geburtstag? O, wie ſchön, mein Kind! Gott ſegne Dich, ich wünſche Dir viel, viel Glück dazu. Aber wo kommſt Du her?“
„Von Tante Regine.“
„Und wie heißt Dein Vater?“
„Mein Vater iſt todt, meine Mutter auch,“ erwiderte der Knabe leiſe ſeufzend„— ich bin eine Waiſe.“
„Eine Waiſe? Du lieber Gott! Und das weißt Du Alles? Was ſollſt Du denn aber hier in der Stadt?“
„Ich ſoll meinen Vormund kennen lernen.“
„Aha!“ dachte Frau Schwarzkopf,„jetzt kann ich es mir erklären. Aber warum hat der Aſſeſſor mir nicht geſagt, daß er den Knaben erwartet?“
„Haſt Du nichts zu eſſen?“ fragte der nabe Plüß⸗ (ich.„Mich hungert!“ „Ach, wie konnte ich das vergeſſen!“ rief die Fran


