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ſich ſelbſt anklagend, ſprang raſch an einen Wandſchrank, öffnete ihn, nahm Weißbrot und Butter heraus, die auf einem Tellerchen lag, lief in die benachbarte Küche, und kam bald mit einer großen Taſſe Milch herein, die ſie im Ofen wärmte und dann dem Knaben vorſetzte. Und als er nun mit großem Appetite in das kniſternde Wei⸗ zenbrot biß, ſtemmte ſie zuſchauend die Arme in die Sei⸗ ten und freute ſich mehr über das Behagen des Kindes, als wenn ſie ihren eigenen Appetit befriedigt hätte. „Es ſchmeckt mir gut bei Dir!“ rief der Knabe.
„Das freut mich. Hat es Dir bei Tante Regine
nicht ſo gut geſchmeckt?“.
„Ach, ich bin oft krank geweſen. Tante Regine iſt auch ſehr krank und wird wohl ſterben.“
„So! die arme Tante Regine! Und deshalb haben ſie Dich wohl zu Deinem Vormund geſchickt?“
„Ja. Und weil ich immer krank war, ſoll ich auf's Land, hat der Vormund geſchrieben.“
„So? Er hat alſo ſchon Deinetwegen geſchrieben,“ dachte die Frau mehr, als ſie ſprach.„Und mir hat er nichts davon geſagt— nun, wir werden es ſchon erfahren.“ 4
„Iſt mein Vormund ein ſchöner Mann?“ fragte der wißbegierige Knabe wieder. Die Frau lächelte und er⸗ widerte:
„Nun, eben ſchön nicht, aber ein kluger Mann.“
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