Teil eines Werkes 
1. Theil (1852)
Entstehung
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vermuthete neue Lage, wie man es von einer gefaßten und klugen Hausfrau nicht anders erwarten konnte. Als ſie mit dem Auskleiden des Knaben fertig war, ſah ſie ein ſchönes, wenn gleich mageres Kind vor ſich, deſſen lebhafte Augen etwas tiefer im Kopfe lagen, als es bei Kindern ſeines Alters gewöhnlich iſt, und deſſen Wangen eben nicht an allzugroßer Fülle litten. Sie ſtrich ihm mit der Hand die ſeidenweichen, blonden Locken aus dem Geſicht und fragte:

Alſo Du heißeſt Eduard? Wo kommſt Du her?

Ich bin den ganzen Tag und die Nacht in einer großen Kutſche gefahren, entgegnete der Knabe treuherzig und ſchnell. Kinder fühlen ſo bald, wem ſie angenehm und lieb ſind.

So, mein Junge. Du haſt wohl tüchtig ge⸗ froren?

Ja, beſonders an den Füßen.

Ach, die kleinen Füße! rief die Frau, ſetzte den Knaben auf einen großen, mit braunem Leder überzogenen Sorgenſtuhl, der in dem gemüthlichen Stübchen in der Nähe des Ofens ſtand, zog ihm nicht ohne Mühe die Stiefelchen aus, und rieb mit ihren warmen Händen die halb erſtarrten Glieder des kleinen Reiſenden.

O das iſt ſchöͤnf ſagte das Kind.Wie heißeſt Du? a