chen. Auf dem Kopfe trug er einen kleinen, runden Hut von ſchwarzem Filz; ein rothwollener, geſtrickter Shwal lag dichtgeknüpft um ſeinen Hals, und zu größerem Schutze war noch ein großes, buntgeſtreiftes Frauentuch um ſeinen ganzen Körper gewunden. Unter dem Filzhut ſah man lange, dichte, blonde Locken hervorquellen, die ein Geſicht von äußerſter Zartheit und ungewöhnlicher Lieb⸗ lichkeit umſpielten.
Vor einer großen, mit lockendem Kinderſpielzeug angefüllten Marktbude blieb der Knabe ſtehen, und ſein Führer ließ ihn einen Augenblick gewähren, um einen vorübergehenden Polizeimann nach der Churfürſtenſtraße zu fragen. Als die verlangte Auskunft aber ertheilt war, zog der Mann den Knaben um ſo ſchneller fort, indem er mit mäßiger Stimme ſagte:
„Komm ſchnell, Eduard; Du wirſt Zeit genug haben, dieſe ſchönen Sachen anzuſehen, zuerſt aber mußt Du nach Hauſe.“
Die naheliegende Churfürſtenſtraße war bald er⸗ reicht und die Hauszahl 75 eben ſo bald gefunden. Der Mann mit dem Knaben ſtand vor der verſchloſſenen Thür und ſchellte kräftig. Er brauchte nicht lange zu warten. Eine junge, wohlgerundete, blühende Frau mit ſchwarzen Haaren und lebhaften Augen, augenſcheinlich dem mittleren
Arbeiterſtande angehörig, öffnete und Pngn was man wolle 3 4
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