Teil eines Werkes 
3. Theil (1859)
Entstehung
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zu können.„Ja, ja,“ ſagte er endlich zu ſich,„wer hätte Das gedacht! Ein ſo junges Mädchen! Und ich glaubte ſchon Wunder was ich erreicht hätte, als ich mit zwanzig Jahren Concertmeiſter wurde, haha! Was würde Lißzt ſagen, wenn er dieſe Jüdin hörte, oder Mendelsſohn, wenn er ſie hören könnte, oder Clara Schumann und Littolf? Was würden ſie Alle ſagen? Ja! Sie würden ſtaunen wie ich, Dieſes oder Jenes vielleicht bemäkeln, anders machen wolle— aber beſſer? Ich will mich nicht unterfangen, hier ſchon ein Urtheil zu fällen, ich muß noch mehr hören; ſo viel aber ſteht feſt, wenn dieſes Wunderkind* und abermals muß es eine Jüdin ſein!— noch einige Jahre ſpielt, wird ſie Keinen mehr finden, der mit Ueberzeugung von ſich ſagen könnte: ich will ihr Meiſter und Lehrer ſein!“—

Um dies vorläufig gefällte Urtheil des Concert⸗ meiſters zu vervollſtändigen— ein Urtheil, das er uns ſelbſt einſt in einer traulichen Stunde mitgetheilt hat— wollen wir hier gleich ein Geſpräch folgen laſſen, welches derſelbe mit Lord Shorneliffe führte, als dieſer einige Wochen ſpäter nach Berlin kam, um ſich nach dem Wohlſein ſeiner Pflegebefohlenen und der Meinung ihres neuen Lehrers zu erkundigen. „Mylord,“ ſagte der in dieſem Augenblick enthu⸗