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liam Baxton's Erzählung ſchwindeln gemacht— alles Erlebte, Gedachte, Empfundene tanzt in wirren Bil⸗ dern vor meinen Augen, ich komme mir wie ein ganz verwandelter Menſch vor. Ha! Sollte jenes Zau⸗ berſchloß da hinter mir auch mich verwandeln, wie es Alles um uns her verwandelt hat? O Werner, Wer⸗ ner, wie Recht hatteſt Du, aber freilich in einem an⸗ deren Sinne, und wir nannten den leidenſchaftlichen Ausbruch Deines verwundeten Herzens Aberglauben — Täuſchung und wie ſonſt noch! O Menſchenle⸗ ben, Menſchenſchickſal!— Auf welchen geheimnißvol⸗ len Wegen führſt Du uns, wo iſt unſer Ausgang, wo unſer Ziel, welche Klüfte und Gipfel haben wir zu überſteigen, ehe wir an das Ende unſrer Lebens⸗ bahn gelangen!“
Und auf den Raſenſitz niederſinkend und den wir⸗ belnden Kopf in beide Hände ſtützend, ſann er tief und lange über Alles nach, was ihm ſeit ſeiner Ge⸗ burt widerfahren war, und dann erſt, als er das letzte Ereigniß, William Baxton's Erzählung, noch einmal überdacht, erhob er ſich wieder und ſprach leiſe vor ſich hin:
„Ich habe mir oft gewünſcht und heute wünſche ich es mir wieder, die ganze Welt vor mir, außer und in den Menſchen, möchte einmal durch eines Zaube⸗


