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Lager, wenn man müde, oder nach dem Himmel em⸗ pfindet, wenn man lebensmatt iſt— ſo ſtürmiſch, verzehrend, wie ſie früher war, iſt ſie lange nicht mehr.
Und ſind Friedrich und Agathe glücklich? Gewiß.
Friedrich lächelt jetzt oft, wenn er bedenkt, wie er einſt ſo thöricht war, ſich das Leben durch unnöthige
Sorge zu verbittern, da er doch durch das Geſtänd⸗ niß ſeiner Liebe und durch Verbannung ſeiner krank⸗ haften Einbildung über Erik' vermeintliche Vorzüge es ſich hätte verſüßen können, eine Einſicht, die wun⸗ derſchön iſt, aber in der Regel, wie auch hier, zu ſpät kommt. Agathe aber iſt unbeſchreiblich glücklich, wenn ſie ihren Mann, ihre Kinder, ihre Eltern anblickt, die es jetzt in doppeltem Sinne geworden ſind. Sie hat Emmerslund und den Andreasberg ſo wenig vergeſ⸗ ſen, wie die Anderen, aber ihre neue Heimat iſt ihr eine wahre Heimat geworden, wie ſie es überall wird, wo unſer Heerd ſteht, wie Andreas ſagt, wo unſere Lieben wohnen und wo Gott ſeinen Segen auf unſrer Hände Werk ruhen läßt.
Und Helene und Henrik— ſind ſie glücklich? Kaum bedarf es einer Bejahung dieſer Frage. Die Verbindung zweier Herzen auf Erden, die ſich ſo er⸗ geben ſind wie die ihrigen, iſt an und für ſich ſchon


