Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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heldenmüthigen Tapferkeit der Schleswig⸗Holſteiner, die ſo gern ihr Blut für ihren König, nicht gegen ihn verſpritzt hätten, wenn es ihnen geſtattet gewe⸗ ſen wäre. Erſt als Schaaren von Flüchtigen ſich um ihn ſammelten und ihm die unglaubliche Wahrheit klar zu machen verſuchten, daß der Tag der Nieder⸗ lage für das große d däniſche Heer gekommen ſei, erſt da überzeugte er ſich von dem traurigen. Irrthum, in dem er befangen geweſen, und ſoll gerufen haben:Nun dann iſt ja Alles verloren! worauf er ſeinem Pferde die Sporen gab und nach Norden davon ſpre

Von den Schleswig⸗Holſteinern aber deckten 300 Todte das Pflaſter der Stadt, meiſt Söhne von Be⸗ amten, wohlhabenden Bürgern und Bauern der Sieg war alſo nicht nur blutig, er war auch theuer erkauft, denn wieder waren 300 Familien des kleinen Landes von Schmerz und Leid über den Verluſt der Ihrigen heimgeſucht.

Die Nachrichten von den in der Stadt vorgehen⸗ den Gräueln gelangten erſt ſpäter zu den Ohren der Bewohner des Hauſes auf dem Berge, als die Ueber⸗ zeugung des gewiſſen Sieges ſchon die Angſt aus ihren Herzen genommen hatte. Schleswig⸗Holſteiner ſelbſt waren es, die ihnen die einzelnen Vorfälle er⸗ zählten, als ſie durch Hans Blachmann erfuhren,