Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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zu tödten und zu zerſtückeln fanden. Plötzlich aber fuhr ein paniſcher Schrecken unter die Dänen.Es kommt Kavallerie vorwärts d'rauf! ſchrie ein kühner hol⸗ ſteiniſcher Jäger, und wie vom Sturme weggefegt, wandten ſich mit einem Male die Dänen um und fingen Hals über Kopf an nach Norden zu laufen. Jetzt ſtürzten die Schleswig⸗Holſteiner, von Neuem befeuert, vorwärts, mit größeren Maſſen brachen ſie ſich Bahn, und von verſchiedenen Seiten her ſich die Hände reichend, umzingelten ſie ganze Haufen däni⸗ ſcher Soldaten, die um ihr Leben bittend die Gewehre ſtreckten. Noch hatte die große Kirchenuhr der Stadt nicht die erſte Stunde des Nachmittags geſchlagen, da war die Stadt ſchon wieder in die Hände der Deut⸗ ſchen gefallen; die Dänen aber, raſtlos verfolgt, flohen weit, weit nach Norden hinaus, und nicht eher hielten ſie in ihrem athemloſen Laufe an, als bis ſie ſicher hinter den Wällen von Fridericia oder in dem fernen Veile ſaßen.

Hinter ihnen her aber, weithin die Kunde ihrer Niederlage tragend, wüthete das Element des Feuers. Halbe Straßen brannten ab, Häuſer ſtürzten ein, mehrere Gaſſen wurden von aufgehäuftem Geröll, Trümmern und Aſchenhaufen ganz ungangbar, Flam⸗ men und Rauch hüllten die ganze Gegend ein und