Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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Ihnen ſagen. Der iſt auch fort. Kaum hatte das unerwartete Gefecht heute Morgen begonnen, ſo brachte eine Stafette den Befehl, alle Gefangenen augenblick⸗ lich nach Fridericia zu ſchaffen; die Schiffe, ſie wei⸗ ter zu bringen, lägen ſchon bereit.

Schiffe? Und wohin denn? Ich bitte Sie, thei⸗ len Sie mir Alles mit, was Sie wiſſen.

Ganz gewiß, meine junge Dame aber wie ſoll ich das wiſſen? Ich vermuthe jedoch, daß man ſie nach Kopenhagen bringen wird, um ſie dort vor ein Gericht zu ſtellen.

Kopenhagen! rief Helene Sylbe für Sylbe, und ein tiefer Seufzer drang aus ihrem Herzen hervor.

Das iſt gut, das iſt ſehr gut! rief der Con⸗ ferenzrath frohlockend.

Gut, mein Oheim, ſehr gut? Und warum, wenn ich fragen darf?

Das will ich Dir ſagen, mein Kind. Wenn wir beſtimmt wiſſen, daß er nach Kopenhagen gebracht iſt, ſo könnte man dort am meiſten für ihn wirken. Ich habe große und mächtige Verbindungen daſelbſt.

O, mein theurer Oheim! rief Helene und warf ſich, von neuer Hoffnung erfüllt, in ſeine Arme.

Der Bürgermeiſter erhob ſich, verſprach Alles auf⸗ zubieten, um den Ort zu erfahren, wohin man die

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