Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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O nein doch, ſagte Hans Blachmann,erſt recht nicht ſie haben ſie gewiß heute Morgen fortge⸗ ſchleppt, denn ſie werden nicht ſo dumm ſein, ihre mit ſo vieler Mühe zuſammengeſuchten Gefangenen in die Hände ihrer Angehörigen fallen zu laſſen.

Das war nun wieder eine neue Qual, in die man unvermuthet gerathen, und der alte Diener wurde noch einmal nach dem Rathhauſe geſchickt, um wo⸗ möglich den Bürgermeiſter zu ſprechen und zu fragen: wo der bewußte Gefangene ſei.

Als der Diener nach langem Bemühen den Bür⸗ germeiſter einen Augenblick ſprechen konnte, ſandte die⸗ ſer ihn mit einem Gruße heim und verſprach, ſelber vorzuſprechen, ſobald er einen Augenblick Zeit gewin⸗ nen könne. Man ſolle ſich dübnigens nicht ängſtigen, fügte er hinzu.

An eine Reiſe konnte alſo für dieſen Tag gar nicht gedacht werden, und den alten Oheim in den jetzigen Verhältniſſen allein zu laſſen, ſchien Helenen unmöglich zu ſein, auch mußte ſie erſt Genaueres über Henrik's Verbleiben erfahren, und ſo hatte ſie Grund genug, noch einige Tage in Kolding zu bleiben, und damit war der Oheim vollkommen zufriedengeſtellt.

Als es finſter geworden war, die Bivouakfeuer der Sieger aber die Straßen und Plätze tageshell erleuch⸗

A. Burns. III. 24