Behüte Gott das Land, unſere Kinder und uns ſel⸗ ber. Amen!“
Eben ſo ernſt, faſt noch ſchwermüthiger ſtand Henrik neben ihm und betete ihm nach:„Erhalte uns Gott das Land, unſere Freunde und uns ſelber. Amen!“—
Zwei Stunden ſpäter war das Gewitter nördlich gezogen und grollte nur noch in einzelnen tiefen Droh⸗ tönen leiſe herüber, der Regen aber raſſelte vor wie nach hernieder. Henrik befahl demungeachtet, ſein Pferd zu ſatteln und ging ſchon unruhig, bleich, ge⸗ ängſtigt, er wußte nicht warum, im Zimmer auf und ab.
„Willſt Du bei dieſem Wetter reiten, Henrik?“ fragte Andreas.
„Ich muß.“
„So! Wohlan denn— ſattelt das Pferd!“
„Es iſt ſchon geſattelt, Herr!“
„So führt es heraus. Aber nimm einen Regen⸗ mantel von mir mit, ich habe ihrer zwei.“
nen— gebt ihn her. So. Da kommt das Pferd. Und nun lebet wohl!“
Alle traten bewegt, Mehrere mit Thränen in den Augen, heran.„Das war ein kurzer Beſuch!“ ſagte Gertrud. Kein Menſch antwortete ihr, ſie fühlten ſich
A. Burns. II. 3 25
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