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Aber Friedrich ſtand ſchon im Hofe, und den ver⸗ ſammelten Knechten und Mägden die Hände ſchüt⸗ telnd, eilte er den beiden Vorangegangenen nach, die ſchon in der Schaluppe ſaßen und den Nachzügler erwarteten. Kaum hatte er ſeinen Platz an Henrik's Seite eingenommen, ſo gab der Capitain das Zei⸗ chen zur Abfahrt. Mit einer Behendigkeit und Kraft, wie ſie ſie ſelten entwickelt, legten ſich die Matroſen in ihre Ruderblätter, und das kleine Schiff flog wie ein auf ſeine Beute ſtürzender Falke über die in der Windſtille ſchweigend daliegenden Gewäſſer. Rings⸗ um herrſchte eine feierliche Stille; die Abenddämme⸗ rung breitete ſchon ihre tiefen Schatten über das Meer; kein feindliches Schiff war zu ſehen und kein Späherauge bemerkte oder verfolgte die Fahrenden. So war ihre Fahrt glücklich und kurz. Als ſie am Sundewitt hinter dem Pächterhauſe gelandet waren, begleitete Andreas die Scheidenden auf kurze Zeit in das Innere deſſelben, um ſich zu überzeugen, daß Jürgen mit den Pferden wohlbehalten angelangt fei. Gleich darauf hatte er ſein letztes Abſchiedswort ge⸗ ſprochen, hatte noch einmal des Sohnes und Freun⸗ des Hände geſchüttelt und war wieder in ſein Boot geſtiegen, um ſo ſchnell wie möglich nach Hauſe zu⸗ rückzukehren.—


