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„Ich glaubte, Du würdeſt mich ſelber aufſuchen, Friedrich— willſt Du ſchon gehen?“
„Im Augenblicke— ich habe ſchon faſt zu lange gezögert. Der Vater und Henrik erwarten mich be⸗ reits am Strande.“
„Alſo wirklich— ach!— nun, ſo gehe in Got⸗ tes Namen!“
„Ich bin ſchon unterwegs, Agathe. Aber warum weinſt Du ſo ohne Unterlaß? Fürchteſt Du ſo ſehr für Erik? Glaubſt Du, daß ich ihm auf meinem Wege begegnen und ihn als meinen Feind behandeln werde? Das wäre ein unnöthiger Schmerz. Er iſt auf dem Schiffe, ich kämpfe zu Pferde, und Schiffe und Pferde begegnen ſich nicht, wie Du weißt.“
Das Mädchen nahm ihr naſſes Tuch von dem hoch errötheten Geſichte und blickte erſtaunt und bei⸗ nahe niedergeſchmettert von wortloſem Schmerze den alſo Redenden an.„Fritz,“ ſagte ſie wehmüthig und trat ihm einen Schritt näher,„verletze mich nicht noch in dem Augenblicke, wo Du Dich von mir entferneſt und zu einem Ziele gehſt, das Dir noch unbekannt iſt und Dich und uns Alle gleichmäßig betrüben kann. Ich dachte aber jetzt nicht an Erik— ich dachte—“
„An wen könnteſt Du ſonſt denken, wenn nicht an ihn?“


