Teil eines Werkes 
1. Theil (1856)
Entstehung
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kommene Störung wieder aus ſeinem Nachdenken ge⸗ weckt wurde. Denn plötzlich vernahm er die Huftritte eines zweiten Reiters, der im ſcharfen Trabe von der Stadt her, gewiſſermaßen in ſeinem Kielwaſſer, dicht hinter ihm her trottete. Ein einziger Rückblick ge⸗ nügte, einen Reiter auf einem Falben zu erkennen, der es ſehr eilig zu haben ſchien, trotzdem aber den blauen Rauch ſeiner Cigarre luſtig in die trübe Win⸗ terluft blies. In wenigen Minuten hatte dieſer zweite Reiter den erſten eingeholt, und unſer Freund beſaß Scharfſicht genug, ſeinen unvermeidlichen Reiſegefähr⸗ ten mit kurzem Ueberblicke vom Kopfe bis zu den Füßen zu muſtern. Es war ein kleiner, etwas dick⸗ bäuchiger Herr in einem langhaarigen Flausrocke, der ihm ſelbſt im Sattel bis auf die Knöchel reichte, einem grauen Filzhute und, in Ermangelung von Sporen, mit einer wuchtigen Reitpeitſche verſehen. Sein Falber war kräftig genug, aber ſchwer und träg und nicht halb mit dem feurigen Muthe und der elaſtiſchen Schnellkraft begabt, wie ſie der Rappe ſo ſichtbar zur Schau trug. Aber nicht auf allem Die⸗ ſem haftete der ſchnelle Blick des erſten Reiters; mit Verwunderung vielmehr hatte er das verſchmitzte Ge⸗ ſicht, die röthliche Naſe und das gelbblonde Haar eines Mannes erkannt, in deſſen Geſellſchaft er, ohne