Teil eines Werkes 
2. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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ddieſen Frieden, aber ſie verſüßten ihn nur, anſtatt

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Am lebhafteſten gedachte er dieſer Tage am Mor⸗ gen nach der Hochzeit der Kinder. In den weiten und ſo plötzlich einſam gewordenen Räumen ſeines alten Schloſſes ſich unheimlich und allein fühlend, verließ er ſchweigend ſein Zimmer und begab ſich über die wieder im jungen Frühlingsſchmucke blühen⸗ den Felder die Anhöhe hinauf. Noch ſtand das kleine Glashaus über dem Grabe ſeiner Frau, aber der

8 künſtlichen Wärme bedurfte es nicht mehr, den Aufent⸗

halt darin zu einem behaglichen zu machen. Gottes

erwärmender und belebender Hauch zog auf den Strah⸗ 3 len der Maiſonne zu der geöffneten Thüre herein und

der Baron genoß mit Wonnegefühl den balſamiſchen Athem der neu erwachten Natur.

Still und nachdenkend ließ er ſich auf dem Hügel ſeiner Frau nieder und ſchaute wehmüthig hinab in die grünenden Auen bis zu den ſie in blauer Ferne begränzenden Bergen. Ein ſanfter, warmer Duft ſchwebte über den ſchweigenden Gefilden, hoch über denen ſich ein durch kein Wölkchen getrübter Himmel wölbte. Nur die wirbelnden Lerchen in den durchſich⸗

tigen Lüften und die ſchlagenden Nachtigallen in den Gebüſchen des Friedhofes unterbrachen dieſe Stille,

ihn zu ſtören.

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