Teil eines Werkes 
2. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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Und mit einem Arme ſeinen Vater, mit dem an⸗ dern Marie umfangend, ſchloß er ſie zuſammen an ſeine Bruſt und küßte die Thränen fort, die vor Freude und Wehmuth über Beider Wangen herab⸗ rieſelten.

Eine halbe Stunde ſpäter traten die drei Perſo⸗ nen, weislich in treffliche Pelze gehüllt, ihre Wande⸗

rung durch die mit Schnee bedeckten Felder an. Der blaßgoldene Schein der Winterſonne flimmerte in Millionen Diamanttropfen auf dem ſchweigenden Ge⸗

filde und die bereiften Zweige der Wälder blitzten

unter ihrer köſtlichen Laſt. Muntere Geſpräche kürz⸗ V ten den unter ſo verſchiedenen Gemüthsbewegungen ſo oft zurückgelegten Weg und bald erſtieg man die Höhe, die Richard's fleißige Arbeiter gangbar gemacht hatten. Keiner von ihnen aber achtete auf das heu⸗ tige Ziel dieſes Weges, denn alle bisher verſchwiege⸗ nen Gedanken brachen aus ihren Herzen hervor, wie ſie unter Gottes blauem Himmel jetzt ſo fröhlich da⸗ hinſchritten. Schon hatte man den Fahrweg erreicht, der die Anhöhe in eine obere und untere Hälfte theilte, und noch nicht ein einziges Mal hatte Ma⸗ ries Auge das Weite geſucht, da ihr die Nähe genug