* Eines Tages hatte er gegen den Doktor Millin⸗ ger, als er ihm zufällig begegnete, den Wunſch aus⸗ geſprochen, er möge ihn jetzt recht oft und nament⸗ lich Abends beſuchen. Er fühle ſich im Ganzen un⸗ behaglich, ſagte er, wenn er allein ſei, dagegen un⸗ gleich behaglicher, wenn er Geſellſchaft und beſonders die des Arztes habe.„Wenn Sie keine Familie hät⸗ ten,“ fuhr er lächelnd fort,„ſo würde ich ſogar den Wunſch ausſprechen, daß Sie eine Zeitlang zu mir zögen, denn mir iſt immer zu Muthe, wenn Sie in meiner Nähe ſind, als wäre ich vor einem drohenden Blitzſtrahle geſchützt. Das iſt freilich ein ſchlechtes Zeichen für meinen Geiſtes⸗ und Gemüthszuſtand, um ſo mehr Licht aber wirft es auf Ihre dienſtwillige Ergebenheit und Freundlichkeit. Das arme Kind, die Marie, taugt jetzt auch nichts für mich; das ſtille Gehöft und der geringe Verkehr mit Menſchen, dem ſie hier preisgegeben iſt, hat übel auf ihr ganzes Weſen gewirkt. Sie iſt ſtill und einſyl big geworden, ſehnt ſich wahrſcheinlich nach ihren armen Wahnſin⸗ nigen, und das iſt Nichts für mich. Ich brauche jetzt lebensfrohe und thatkräftige Menſchen um mich her, wie man ſich nach einem handfeſten Stabe umſieht, wenn das Alter kommt und der Gang unſicher wird.— Nühi wahr, Doktor, Sie opfern mir etwas Ihre freie*
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