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wenn wir zu Lebenden und das Leben Genießenden zu kommen wähnen und einen Kranken, einen Wei⸗ nenden oder von Schmerzen aller Art Gebeugten finden.— 6 Der alte Baron war früher ein großer Jagdlieb⸗ haber geweſen und hatte ſtets mit geſpannter Erwar⸗ tung der Eröffnung derſelben entgegengeſehen; ſeit Jahren indeſſen hatte er die Luſt daran verloren und es war ihm immer ſchwerer geworden, das Wild zu
erlegen, das ihm ſo oft auf ſeinen Spaziergängen im Walde friedlich. begegnet war. Am erſten dieſer bei⸗ den Tage aber wandelte ihn eine an Unbarmherzig⸗ keit gränzende Vertilgungsſucht aller Haſen, Rehe und Schnepfen an, er lief mit dem Förſter ſchon früh in den Wald und ſchoß alles Lebendige, was ihm in den Weg kam, nieder. In dieſem etwas wilden Ver⸗ gnügen hatte er in der That ſchon nach Verlauf des erſten Tages einigen Troſt gefunden, er kam körperlich ermüdet nach Hauſe und ſehnte ſich nach ſeinem Bette, ſchon ein großer Fortſchritt in der Beſſerung,— denn wenn ein geiſtig bedrückter Menſch nach einem leib⸗ lichen Dinge große Sehnſucht empfindet, ſo kann man jederzeit annehmen, daß jene geiſtige Bedrücktheit ein Gegengewicht, alſo eine Erleichterung gefunden hat. Am zweiten Tage begab er ſich wiedernm, aber


