Teil eines Werkes 
2. Theil, 2. Abt. (1858)
Entstehung
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gen Tages leider viele ſchöne Vermögen zu Grunde gehen ſieht.

Die beiden nächſten Tage nach Ankunft dieſes Briefes waren in jeder Beziehung einſylbig und traurig auf dem Gute verfloſſen, nicht einmal der ſchöne September mit ſeiner goldenen Sonne und der linden Luft vermochte die Gemüther der von ſo man⸗ nigfachem Unheil Betroffenen aufzuheitern. Es herrſchte in allen Zimmern, ſelbſt in denen der Dienſtboten, eine unheimliche Stille, denn man hatte wieder ſehr bald in Erfahrung gebracht, daß der gnädige Herr traurige Briefe aus der Reſidenz erhalten habe, daß ſein Vermögen beſchädigt ſei und Gott weiß welche Schickſalsſchläge noch in nächſter Zeit zu erwarten ſtänden. Als man erſt dieſe Einſicht gewonnen, hatte man geglaubt, den Schmerz des Barons durch ſeille Theilnahme ehren, jegliche Arbeit geräuſchlos ver⸗

8 4* richten und jeden Lärm und jedes laute Wort ſo viel

wie möglich vermeiden zu müſſen. Dadurch entſtand dann in allen Räumen eine wahre Todtenſtille, die Menſchen flüſterten ſich ihre Mittheilungen nur mit

ggedämpfter Stimme zu, und wenn ein Fremdet⸗ zu

dieſer Zeit den Hof beſucht hätte, ſo würde er in ein Sterbehaus zu treten geglaubt und jenen unwillkür⸗ lichen Schauer empfunden haben, der uns überfällt,