Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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verſtehe ich auch nicht. Hoffentlich halten Sie mie für keinen Juden!

Herr Hübner lächelte. Jetzt war er ſeiner Anſicht über das wahre Weſen und die Perſon des angebli⸗ chen Grafen vollkommen ſicher, bisher hatte er noch ein klein Wenig geſchwankt. Alle Umſchweife der Höflichkeit daher von der Hand weiſend, fuhr er mit

kühner Sicherheit fort:Alſo wie ſoll ich reden? In welcher Zunge? 3 4

Italieniſch, wenn es Ihnen beliebt.

Ich bin es zufrieden. Sehen Sie ich rede ſo gut Italieniſch wie Deutſch. Jetzt aber wollen wir das begonnene Geſpräch ohne Zögerung zu Ende füh⸗ ren, und ich will ſogleich zur Hauptſache übergehen.* 4 Sehen Sie hier, ich habe da vor einigen Wochen, als ich mich Geſchäfte halber in dieſer Stadt auf⸗ hielt, zufällig einen vortrefflichen Fund gemacht. Bei 5 einem Kunſthändler erſtand ich dieſe ſchöne Zeich⸗ nung. Sie iſt vollendet in ihrer Art. Dergleichen kann nur ein großer Künſtler hervorbringen, und ſolche Künſtler liebe ich.

Mit dieſen Worten reichte er dem von Neuem und diesmal ſchauerlich betroffenen Grafen

Federzeichnung hin, welche er Alfred von geſchenkt, der ſie wider Wiſſen des Grafen de Buaron Brandau. I. 7 II 1 474