Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

254

handfeſteſten Manne gegenüber, und deshalb raffte er alle ſeine Schlauheit, alle ſeine Keckheit und Lebens⸗ erfahrung zuſammen. Dabei aber bemühte er ſich, den Fremden immer ſchärfer zu durchdringen, denn bekannt kam er ihm allerdings auch vor, obwohl er eben ſo wenig wie Starozza wußte, wo und in wel⸗ chen Verhältniſſen er dieſem Herrn Hübner gegenüber geſtanden hatte. Dieſer dagegen, deſſen Erkennungs⸗ vermögen wir ſogleich vollſtändig würdigen wollen, hatte ohne Zweifel ein beſſeres Gedächtniß, denn er wußte nicht allein, wo er den Herrn Grafen ſchon einmal im Leben geſehen, ſondern er wußte ſogar viel mehr von ihm, als dem Grafen lieb ſein konnte.

Zur Sache, mein Herr! wiederholte der Graf. Da Sie ſich anmaaßen, willkürlich über meine Zeit zu verfügen, ſo verfügen Sie nach Belieben darüber was iſt der Zweck Ihres Beſuchs? 3

Ich habe zwei Zwecke vor Augen, ſagte Herr Hübner und ſetzte ſich ohne alle Ceremonie dem Gra⸗ fen gegenüber auf einen Seſſel, zwiſchen Divan und Thür, auf welchen erſteren der Graf jetzt ſich ſelber mit Grandezza niederließ.Zwei Zwecke, die ich beide nach einander Ihnen mitzutheilen mir erlauben werde. Der erſte iſt ein Kunſtzweck. Ja, ein Kunſt⸗