——
251
in das Arbeitscabinet zurückzuziehen, von da durch
eine verborgene Thüre nach der hinteren Treppe zu gelangen und ſo den Hof und die Straße zu errei⸗
chen, als ſich plötzlich die Thür des Vorſaales auf⸗ that und der ſchöne und ausdrucksvolle Kopf des Herrn Hübner in der Spalte ſichtbar wurde. Als er den anweſenden Herrn bemerkte, der nicht zu ſprechen war oder der ihn nicht empfangen wollte, trat er un⸗ aufgefordert ganz in's Zimmer, welches der Kam⸗ merdiener augenblicklich verließ,— wir wiſſen nicht, ob aus dem Grunde, wenigſtens ſeine eigene Perſon ſicher zu ſtellen, oder von einem geheimen Orte aus die fol⸗ gende Unterredung zu belauſchen und eine möglicher Weiſe nothwendig werdende Flucht klüglich vorzubereiten.
Alſo Herr Hübner trat in das Zimmer, blickte ſich ruhig darin um, und da er ſich mit dem Grafen al⸗ lein ſah, den er nach der Beſchreibung, die man von ihm gemacht, augenblicklich erkannte, ſo trat er dem⸗ ſelben näher, verbeugte ſich und lächelte mit einer ſo ruhigen Höflichkeit, daß ſich der Graf augenſcheinlich von ſeiner lebhaften Beſorgniß befreit fühlte. Allein dies beruhigende Gefühl berührte ihn nur im erſten Augenblicke, denn ſehr bald wechſelte der Geſichtsaus⸗
druck des Fremden und nahm einen ganz anderen
Charakter an.


