218
bediente, welche die beiden Gauner gewöhnlich zu reden pflegten, wenn ſie allein waren:
„Da haben wir's! Siehſt Du, warum haben wir uns nicht früher aus dem Staube gemacht. Die verfluchte Köchin iſt ſo eben davon gelaufen und ſtatt ſich der Treppe des Hinterhauſes zu bedienen, iſt ſie vorne hinuntergegangen und hat wahrſcheinlich die Thür zum Vorflur offen gelaſſen.“
„Nun, was giebt's denn?“ rief der Graf auffah⸗ rend, indem er ſich bemühte, ſeine gewöhnliche Kalt⸗ blütigkeit anzunehmen.
„Was ſoll es geben! Ein Fremder iſt gekommen, der Dich ſprechen will; er hat den Zettel an der Thür zwar geleſen, iſt aber nicht ſo leichtgläubig ge⸗ weſen, wie der dumme Doktor, denn er hat die Thür
offen gefunden und iſt in den Flur getreten. Jetzt
ſteht er draußen und fragt nach Dir, indem er vor⸗ giebt, er wiſſe, daß Du noch hier ſeieſt, und er müſſe Dich nothwendig in wichtigen Angelegenheiten ſprechen.“
„Das iſt ja merkwürdig. Was iſt es für ein Mann?“
„Ein großer, ſtattlicher, ſchöner Mann—
„Nun, was ſonſt noch? Du machſt ja ein bedenk⸗ liches Geſicht— kennſt Du ihn?“


