Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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zu leicht geneigt, jeden reichen, jungen fremdzüngigen Mann für ſeines Gleichen zu halten; mit Solchen zu verkehren widerſtreite ſeiner Neigung, ſeiner ernſteren Geiſtesrichtung, ſeinem Charakter, wie denn auch ſeine Erzieher ihn frühzeitig vor denſelben gewarnt hätten. Er wolle durchaus und überall nur mit den Beſten der geſitteten Völker Bekanntſchaft machen, und das ſeien ihm immer die Söhne wirklich edler Väter, Mit⸗ glieder begüterter Familien geweſen; der an Grund⸗ beſitz reiche Edelmann ſei eigentlich allein Edelmann, weshalb es auch ſein eigenes höchſtes Beſtreben ſei⸗ ſeine Güter durch die Gnade ſeines Monarchen wieder auszuwirken, dann auf das Schloß ſeiner Väter zu ziehen und eine Art Hofſtaat Gleichgeſinnter um ſich zu verſammeln, um mit ihnen wahrhaft philoſophiſch, das heißt, weiſe und glücklich leben und wirken zu können. Mit ſolcherlei Phraſen und Ausſprüchen bezauberte Graf Zaretta ſeine Zuhörer, und da er ihnen dabei herrlichen Wein zu trinken und vortreff⸗ lich zubereitete Speiſen zu eſſen gab, ſo galt ſein

Wort bald für das unantaſtbare Evangelium eines

wahren und unvergleichlichen Edelmanns. Um aber zum Schluſſe der Schilderung ſeines

außerlich zur Schau getragenen Charakters zu gelan⸗

gen, müſſen wir noch zwei beſonderer Antipathieen

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