Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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gedenken, von denen er eine offen an den Tag legte, die andere aber faſt ängſtlich verbarg und nur aus der Praxis ſchließen ließ. Abgeſehen von ſeiner ſchon erwähnten Abneigung gegen Diplomaten, von denen er behauptete, daß ſie die Verhältniſſe der Staaten und Perſonen, anſtatt zu ordnen und zu befeſtigen, nur noch mehr verwickelten, liebte er ganz und gar nicht die Gelehrten vom reinſten Waſſer. Das ſeien Buchſtaben⸗ und ärmliche Gedächtnißmenſchen, ſagte er, die immer den Charakter, den Verſtand und den Standpunkt der Menſchen nach Sylben berechneten, Spürhunde, die ſtets auswitterten, wo und bei wem man in die Schule gegangen, trockene Geſchäftsleute mit verkümmerten Herzen, die der lebensvollen Jugend keine Rechnung trügen und das Leben nach einer ge⸗ druckten Schablone behandelten und beuttheilten. Dieſe Männer verdüſterten nur ihre Zeit, anſtatt ſie aufzuhellen; auch trügen ſie den Keim des Zwieſpalts in die Geſelligkeit, denn wer nur zu ihrer Fahne ſchwöre, nach ihrem Sinne denke, handle und haupt⸗ ſächlich ſpreche, ſei in ihren Augen ein praktiſcher Menſch, während doch gerade die Praxis dieſer Leute darin beſtehe, daß ſie die allervertrocknetſte, käl⸗ teſte und unbrauchbarſte Theorie ſei.— Dieſe Gelehrten alſo waren von dem Umgange

Baron Brandau. II. 3