Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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allein dem war nicht ſo, wenigſtens verging eine lange Zeit, bevor irgend Einer einen ſichtbaren Vorzug vor den Uebrigen zu genießen ſo glücklich war. Der Herr Graf ſchien in dieſem Punkte ſehr vorſichtig und wäh⸗ leriſch zu ſein, was abermals ſeine Lebenserfahrung in das hellſte Licht ſtellte und ſeine Menſchenkenntniß günſtig beurtheilen ließ. Er legte viel Gewicht auf ſeinen intimen Umgang, der weiſen Lehre eingedenk, daß man von dieſem auf den Charakter des Menſchen ſelbſt ſchließen könne. Am allerwenigſten aber warf er ſich an Geringere, auf einer niedrigeren Lebensſtufe Stehende weg, als er ſelber war. Er bewahrte ſeinen Adel, ſeine Sitten und Gewohnheiten rein von allen Flecken, denn er pflegte oft zu ſagen, daß der wahre Edelmann durch Nichts mehr entadelt und befleckt werden könne, als durch den Verkehr mit Menſchen, denen Gott die Einſicht verſagt habe, zu unterſcheiden, was Edelmann und Nichtedelmann ſei. Daß er übri⸗ gens die Flach⸗ und Schwachköpfe vermied, ließ ſich voon einem ſo fein gebildeten und klugen Mann nicht anders erwarten. Er hatte einen wahren Groll auf Menſchen geworfen, die Nichts gelernt hatten als ihre Mutterſprache und einige Manieren, die in der ober⸗ flächlichen Beurtheilung der Menſchen gewöhnlich über⸗

ſchätzt werden und eigentlich nur die äußeren Formen

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