Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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verſchiedenen Perſönlichkeiten, eine herzlichere Ver⸗ traulichkeit im Geſpräch und ein innerer Austauſch der Anſichten entwickelte, die ſich auch auf die hie und da vorgeſchlagenen Vergnügungen erſtreckte, bis ſie zuletzt in dem, ſich wie von ſelbſt ergebenden Spiele ihren Gipfelpunkt fand, war eine ganz naturgemäße Erſcheinung, wenn man das verführeriſche und allem künſtlichen Ceremoniel abgeneigte Weſen ſolcher klei⸗ nen Verbindungen vor Augen hat. Man fand es von Zeit zu Zeit ganz amüſant, ein Wenig zu haſar⸗ diren, eine Liebhaberei, an welcher der Graf perſönlich keinen Gefallen zu finden ſchien, denn er hielt ſich zuerſt nur als Zuſchauer an den Tiſchen auf. All⸗ mälig aber wirkte das Gift der Verführung auch auf den ſtarken Geiſt des Ungars, und er mußte die trau⸗ rige Erfahrung machen, daß der Neuling in dieſem Zweige der Cultur erſt ſchwierige Proben dlehden müſſe, bevor er reif genug ſei, zum Ritter geſchlag zu werden. Er verlor ganz hübſche Summen, ein Unglück, welches ſeine Popularität nur noch vermehrte da es hinreichend Gelegenheit bot, ihn in ſeinem philoſophiſchen Gleichmuthe zu bewundern.

Man hätte nun meinen ſollen, daß der Herr Graf aus der großen Zahl ſeiner raſch gewonnenen Freunde ſich ganz beſondere Lieblinge erkoren hätte,