Teil eines Werkes 
2. Theil, [1. Abt.] (1858)
Entstehung
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zu lichten begann, welches Perſon und Herkunft der ſeltſamen Erſcheinung umgab. Man bezeichnete ihn bald als einen aus Oeſterreich vertriebenen Ungar, der ſich zu tief in die politiſchen Händel ſeines Va⸗ terlandes eingelaſſen, bald für einen in Unfrieden mit der ruſſiſchen Regierung lebenden Polen, oder einen jener freiheitstiebenden Italiener, die gezwungen ihre ſchöne Heimat mit dem kalten Norden haben vertau⸗ ſchen müſſen. So viel aber hatte man endlich als gewiß ausgewittert, daß er eine bedeutende Perſon, bedeutender vielleicht ſogar, als er erſcheine, inſonder⸗ heit aber ein reicher, unabhängiger Graf ſei, der in

dieſer Reſidenz gerade lebe, weil es ihm daſelbſt ge⸗

falle, und ſo lange darin leben werde, wie es ſeiner gräflichen Laune belieben dürfte.

Anfangs hatte der reiche Graf ſtill für ſich und faſt ganz ohne Umgang gelebt, allmälig aber war er aus ſeinem Stillleben herausgetreten und hatte ſich an die Luft des Weltlebens gewagt. Er hatte bei die⸗ ſem oder jenem großen Herrn einen Beſuch gemacht, war freundlich empfangen und bald zu größeren oder kleineren Geſellſchaften eingeladen worden. Viele, auf fremde Erſcheinungen wahrhaft verſeſſene, Neugierige hatten ihn da geſehen und ſprechen gehört, und muß⸗ ten ſich geſtehen, daß dieſer ausländiſche Graf eine