304
„ſagt, nicht, Etwas iſt gewiß daran wahr und „haben wahrſcheinlich Beide verloren. Man nennt „ſogar eine große Summe und ſoll man durch den „Grafen ſelbſt die erſte Kunde davon erhalten ha⸗ „ben, was ihm ähnlich ſieht, da er ſich den— „für mich ohne Zweifel falſchen— Anſchein giebt,
„als wären 100,000 Thaler für ihn eine Kleinigkeit.
„Meinetwegen!“ rief der Baron dazwiſchen.„Mag er ein Millionär ſein, aber mein Sohn! der hat nur 20,000 zu verlieren und das iſt keine Kleinigkeit.“
„Leſen Sie weiter, Herr Baron!“
„Ich bin ſchon dabei.“—„Auch eine dritte „Geſchichte kreiſ't in der Reſidenz, die freilich die „ärgſte wäre, wenn ſie ſich beſtätigte. Mir ſcheint „ſie indeſſen, ſo fabelhaft ſie klingt, nicht ganz aus „der Luft gegriffen zu ſein, denn ich habe dem
„Grafen nie recht getraut. Verbürgen kann ich ſie—
„natürlich nicht. Man flüſtert ſich nämlich zu, dem „Grafen und Ihrem Herrn Sohne ſeien wichtige „Papiere abhänden gekommen. Allein man fügt „hinzu, daß dieſe Papiere eigentlich nur Ihrem „Herrn Sohne abhänden gekommen ſeien und daß „der Herr Graf ſein Schäfchen bei Zeiten in's „Trockene gebracht habe. Doch ich bitte Sie, nicht „mich für den Urheber dieſer Geſchichte zu halten


