Ehrenmann—“ rief er keuchend,„wie kommſt Du gerade auf die Summe von 10,000 Thalern? Du ſcheinſt Dich immer nett und rund in Zahlen gegen mich ausdrücken zu wollen.“
„Wie ich darauf komme?“ fragte Alfred mit einer wunderbaren Kaltblütigkeit, indem er ſeine ſagai 4 Augen feſt auf dem bebenden Vater haften ließ.„Das iſt ein ſehr einfaches Exempel. Es iſt ja mein Erb⸗ theil der Mutter, welches ich in wenigen Tagen doch in meine Hand bekommen würde— Du ſiehſt, ich verlange nicht einmal mehr als mir gebührt.“
Der Baron hatte ſich gefaßt, ſo ſtark der Schlag geweſen und ſo unvermuthet er gekommen war. Es 3
lag ſogar eine Art Ruhe in ſeiner Frage, die, obwohl
mit bebenden Lippen geſprochen, ſich ſogleich aus der Tiefe ſeines Herzens loszulöſen ſchien.
„Wer hat Dir geſagt, daß Dein mütterliches Eib⸗ theil 30,000 Thaler beträgt?“
„O, Das iſt ja daſſelbe einfache Exempel, wie jenes,
mein Vater. Unſere Mutter hat ihren Kindern das
Doppelte hinterlaſſen und Du buſte a nur imei Söhne.“
„Wer ſagt Dir Das?“ donnerte der Vater den ſo ſicher auftretenden Sohn an. Ddieſe Frage war der erſte Triumph des Erſteren.
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